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from Act III, Scene 3 of the German opera Tannhäuser by Richard Wagner
Libretto: Richard Wagner

Role: Heinrich Tannhäuser, a minnesinger
Voice Part: tenor       Fach: dramatic tenor/heldentenor
Setting: the valley of the Wartburg, near Eisenach, early 1200's
Synopsis: After returning from his pilgrimage to Rome, Tannhäuser meets Wolfram on the road to the Warteburg. When Wolfram asks him about his journey, Tannhäuser replies with the entire long tale. He went to Rome through great hardships, only to be told by the Pope that he would have no forgiveness.
Range: Tessitura:
E3 - A4G3 - G#/Ab4
Translations/Aria Texts:
Libretto entered by Mike Richter (added 1999-04-09)
Inbrunst im Herzen, Tannhäuser's aria from Tannhäuser

Inbrunst im Herzen, wie kein Büsser noch
sie je gefühlt, sucht' ich den Weg nach Rom.
Ein Engel hatte, ach! der Sünde Stolz
dem Uebermütigen entwunden:
für ihn wollt' ich in Demut büssen,
das Heil erflehn, das mir verneint,
um ihm die Träne zu versüssen,
die er mir Sünder einst geweint!
Wie neben mir der schwerstbedrückte Pilger
die Strasse wallt', erschien mir allzu leicht:
betrat sein Fuss den weichen Grund der Wiesen,
der nackten Sohle sucht' ich Dorn und Stein;
liess Labung er am Quell den Mund geniessen,
sog ich der Sonne heisses Glühen ein;
wenn fromm zum Himmel er Gebete schickte,
vergoss mein Blut ich zu des Höchsten Preis;
als im Hospiz der Müde sich erquickte,
die Glieder bettet' ich in Schnee und Eis.
Verschlossnen Augs, ihr Wunder nicht zu schauen,
durchzog ich blind Italiens holde Auen.
Ich tat's, denn in Zerknirschung wollt' ich büssen,
um meines Engels Tränen zu versüssen!
Nach Rom gelangt ich so zur heil'gen Stelle,
lag betend auf des Heiligtumes Schwelle;
der Tag brach an: da läuteten die Glocken,
hernieder tönten himmlische Gesänge;
da jauchzt' es auf in brünstigem Frohlocken,
denn Gnad' und Heil verhiessen sie der Menge
Da sah ich ihn, durch den sich Gott verkündigt,
vor ihm all Volk im Staub sich niederliess;
und Tausenden er Gnade gab, entsündigt
er Tausende sich froh erheben liess.
Da naht' auch ich; das Haupt gebeugt zur Erde,
klagt' ich mich an mit jammernder Gebärde
der bösen Lust, die meine Sinn'empfanden,
des Sehnens, das kein Büssen noch gekühlt;
und um Erlösung aus den heissen Banden
rief ich ihn an, von wildem Schmerz durchwühlt.
Und er, den so ich bat, hub an:
"Hast du so böse Lust geteilt,
dich an der Hölle Glut entflammt,
hast du im Venusberg geweilt:
so bist nun ewig du verdammt!
Wie dieser Stab in meiner Hand
nie mehr sich schmückt mit frischem Grün,
kann aus der Hölle heissem Brand
Erlösung nimmer dir erblühn!"
Da sank ich in Vernichtung dumpf darnieder,
die Sinne schwanden mir. Als ich erwacht',
auf ödem Platze lagerte die Nacht,
von fern her tönten frohe Gnadenlieder.
Da ekelte mich der holde Sang -
von der Verheissung lügnerischem Klang,
der eiseskalt mich in die Seele schnitt,
trieb Grausen mich hinweg mit wildem Schritt.
Dahin zog's mich, wo ich der Wonn'und Lust
so viel genoss, an ihre warme Brust!
Zu dir, Frau Venus, kehr' ich wieder,
in deiner Zauber holde Nacht;
zu deinem Hof steig' ich darnieder,
wo nun dein Reiz mir ewig lacht!
Ach, lass mich nicht vergebens suchen -
wie leicht fand ich doch einstens dich!
Du hörst, dass mir die Menschen fluchen -
nun süsse Göttin, leite mich!
Sounds:
none
Sheet Music/Scores:
The Ultimate Tenor Aria Album (Version 2.0). Published by CD Sheet Music. Available at Amazon.com and Sheetmusicplus.com.
Recordings:
none
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